Ingo Arends Bericht von einer außergewöhnlichen Intervention.
Die Kunst als Aufbauhelfer
27 KünstlerInnen der Documenta sind vom 20. Juni bis zum 19. Juli 2012 in Kabul vertreten.
Sandsäcke vor der Haustür, auf jedem Dach gerollter Stacheldraht, alles umstellt von schweren Betonreitern. Um in Kabul ins Hotel zu kommen, muss man durch fünf Sicherheitsschleusen. An jeder Straßenecke patrouillieren Soldaten mit Maschinengewehren.
Wer verstehen wollte, was Carolyn Christov-Bakargiev gemeint hatte, als sie den „Belagerungszustand“ zu einem Kernthema ihrer Documenta in Kassel erhob, brauchte nur nach Kabul zu reisen. Denn in dem Trümmerfeld der afghanischen Hauptstadt wird sinnfällig, was in Deutschland gerade als Codewort des Kunstdiskurses taugt.










